Kolummne 2014

Winter 2014

weihn2014

„Jeder Kieselstein, jeder Grashalm verströmt mehr Duft als Sie.
Aber es ist nicht ihre Bestimmung zu duften.
Lasst es Dezember werden, wenn der Reif alles bedeckt,
und plötzlich wird sie euch zeigen, wozu sie fähig ist.

Die Christrose übersteht den Winter als Versprechen, als Überraschung …..“

Colette

Liebe Gartenfreunde,

wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie für die bevorstehenden Festtage viel Freude,
schöne Stunden und besinnliche Momente,
sowie Gesundheit und Freude an allen Dingen, die das Jahr 2015 für Sie bringen wird !

Ihr Team der offenen Gartenpforte
Beate Barth

 Herbst 2014

hortensie

Liebe Freunde der offenen Gartenpforte.

“Dies ist der Monat der stillen Tage,
des karmesinroten wilden Weines und der Brombeeren,
der heiteren Nachmittage im reifenden Gartens,
des Teetrinkens unter Akazien statt unter der allzu schattigen Buche,
des Holzfeuers in der Bibliothek an frostigen Abenden.”

( Elisabeth von Arnim 1898 )

Der Herbst zeigt sich in diesen Tagen noch von seiner besten Seite.
Wir dürfen einen späten Sommer erleben.
Herbstzauber präsentiert sich in all der Fülle in unseren Gärten.
Sedum Herbstfreude, Chrysanthemum Herbststern, Astern und viele Rosen ( wenn oft auch ohne Blattwerk) schenken unserem Garten letzte Sonnenblicke des Sommers.
Gräser und die wundervollen Nuancen der reifenden Hortensienblüten erstrahlen im Lichte des Herbstes als ganz besondere Schätze.
Die üppigen Dahlienstauden erholen sich vom kalten und verregnetem August.
Sie blühen mit einer so mächtigen Kraft, als wenn nie die verwunschene Silberwelt ihre Existenz im November beendet.

So genießen wir unseren Herbst.

 Momente des Glücks in all der herbstlichen Fülle
 - die Poesie des Herbstes
 - Spaziergänge auf raschelnden Blätterwegen
 - Freude beim Setzen der Blumenzwiebeln in der Erwartung 
 - ach auf den Frühling freuen wir uns auch schon wieder !!!!!
 - stressfreie Stunden bei der Beendigung unserer Gartensaison.....................
 - und............ und............. und......

Schöne farbenfrohe Herbsttage

Ihr Team der offenen Gartenpforte
Beate Barth

 

Frühling 2014

fruehling

.....welch famoser Frühlingsauftakt – welche Freude,
die blühenden Lenzrosen, Schlüsselblumen und Narzissen in solch einer kraftvollen Pracht zu erleben.

Nach dem außergewöhnlichen Winter hat der Frühling bereits früher begonnen als all die letzten Jahre. Bei einem Spaziergang entdecken wir im Wald oder am Wegesrand – das Buschwindröschen und das süß duftende Veilchen. Schon Ende Februar blühte der Huflattich mit seinen sonnengelben Blüten und läutete des Frühjahr ein.

Auch das Scharbockskraut öffnet an sonnenverwöhnten Standorten zur Zeit seine gelben Sternenblüten. Ein alte Gärtnerweisheit sagt, wenn es im Lande blüht hält der Frühling Einzug und der Winter ist besiegt.

Die Natur erwacht – eine spannende Zeit beginnt.
Vielen Gärtner dürfte es schon in den Fingern kribbeln, endlich wieder loszulegen. Das Anlegen des Frühbeetes beginnt um gut geschützte Salate und das erste Gemüse vorzuziehen.

Im Reiche der Wirklichkeit ist man nie so glücklich, wie im Reiche der Gedanken.

erkannte einst schon Schopenhauer.........und so träumen wir von unserem reizvollen Gartenjahr.
Der Flyer der “offenen Gartenpforte” ist gedruckt und der erste Garten öffnet am 1. Mai seine Pforte.

Träumen wir bis dahin von den bezaubernden Akeleien, den duftenden Rosen, die bestimmt schon Ende April die ersten Knospen öffnen.

Einen erlebnisreichen Frühling und ein besonderes Gartenjahr 2014
Ihre Beate Barth

Sommer, der Garten, der Duft von Blumen und Kräutern, nichts kann die Freude ersetzen die ich dabei empfinde.               E. Pereny

In meiner Kindheit wurden an jedem Samstag die Wege im Garten frisch geharkt, alles musste ordentlich sein, wenn am Sonntag zufällig jemand zu Besuch käme. Die Männer machten dann eine Runde durch die Felder und die Frauen gingen in den Garten. Da wurde alles begutachtet, Erfahrungen ausgetauscht und ein Ableger oder eine Tüte Samen wurden mitgegeben.

Es waren damals reine Nutzgärten, angelegt um die Familie mit Gemüse und Obst zu versorgen. Rundum gab es schmale Blumenrabatten, dazwischen Beerenobst und Rhabarber.

Heute haben Gärten einen anderen Stellenwert aber immer waren sie Orte der Begegnung, der Freizeit, der Freude und der Erinnerung.

Im Jahre 2000 gab es die erste Schaumburger „Offene Pforte“ und auch in diesem neuen Jahre 2014 öffnen viele Familien ihre Gärten für Besucher. So unterschiedlich wie die Gärten sind auch die Gärtnerinnen und jede zeigt in ihrem Garten ein kleines Stück von sich selbst, aber alle verbindet die Liebe und die Leidenschaft für das Gärtnern. Durch diese Aktion habe ich so viele nette Menschen kennen gelernt, denen ich sonst nie begegnet wäre. Es ist ein Gewinn für Gärtner und Besucher.

Unsere Mütter und Großmütter haben uns überliefertes Wissen mitgeteilt, vieles kann auch heute sinnvoll übernommen werden. Ein Garten lehrt uns bescheiden zu werden, wir säen, pflanzen, pflegen und bereiten den Boden so gut wie möglich vor, aber das Wachsen liegt in anderer Hand. Ein Garten lehrt uns aber auch, dass es immer Hoffnung gibt, nach einem Hagelschauer scheint wieder die Sonne, auch die gefräßigste Schnecke wird einmal satt, der Maulwurf wandert aus (in die Nachbarschaft) und der strengste Winter kann nicht alle Rosen vernichten.

In jedem Frühjahr werden die Karten neu gemischt, jeder Sommer hat seine besonderen, einmaligen Farben, jeder Herbst hat andere Früchte und nach jedem Winter gibt es einen neuen Anfang, das ist tröstlich zu wissen.

Die Journalistin und Gärtnerin Eva Kohlrusch sagte: Wenn Frauen Gärten lieben fühlen sie sich gefeit gegen alles: Stress, Banalitäten, Niederlagen, Langeweile, Hoffnungslosigkeit – nichts haut sie um – außer vielleicht, wenn reihenweise der Buchs dahin stirbt….

Einen Garten zu haben, darin werkeln zu dürfen ist für mich ein Privileg, denn er fordert das Wertvollste was wir haben, Zeit, Zuwendung und Raum. Das persische Wort für Garten ist Paradies und eine  wunderschöne Rose heißt Eden, für mich kann eine einzige Rose schon ein klitzekleines Stück vom Paradies sein.

Die Gartenleidenschaft verführt aber auch dazu den Garten öfter neu zu gestalten, den Urlaub zu Hause zu verbringen, jedes neue Gartenbuch zu kaufen und so schrieb mir eine Freundin: Erst hatten wir einen Garten – dann hatte der Garten uns.

2004, in diesem Jahr starb meine Mutter, musste sich der Garten wieder einer größeren Umgestaltung unterziehen. Meine Mutter liebte weiße Blumen und so entstand der weiße Garten – auch Erinnerung ist Garten.

Sophie Mensching